Landschaftsökologisch-vegetationskundliche Vergleichsstudie der Dove und Gose Elbe in Hamburg

Inhalt der Studie, die als Diplomarbeit am Institut für Geographie der Universität Hamburg angefertigt wurde, ist ein landschaftsökologisch-vegetationskundlicher Vergleich der beiden Elbarme Dove und Gose Elbe in den Hamburger Vier- und Marschlanden, basierend auf pflanzen- und synsoziologischen Erhebungen. Weiterhin werden Aussagen zur Natürlichkeit der Vegetation gemacht. Die untersuchten Auenbereiche von Dove und Gose Elbe weisen hinsichtlich ihrer Nutzungsverhältnisse einige Unterschiede auf. So ist als vorherrschende Nutzung im Bereich der Dove Elbe Weidenutzung zu nennen, während im Bereich der Gose Elbe die Ackernutzung dominiert. Nutzgärten bilden innerhalb beider Bereiche die nächst bedeutendste Nutzungsart. Es konnte gezeigt werden, daß sich die Flußbreite, und im verstärkten Maße der Motorbootverkehr, auf die Wasserpflanzenvegetation von Dove und Gose Elbe auswirken. Dort wo der Motorbootbetrieb auf der Dove Elbe verboten ist, ist das Arteninventar mit dem der Gose Elbe nahezu identisch.

Eine gekürzte Version der Diplomarbeit sowie eine Analyse zur ökologischen Differenzierumg der Uferstaudenfluren entlang der Dove und Gose Elbe ist als Heft 11 bzw. in Heft 14 in der Reihe Hamburger Vegetationsgeographische Mitteilungen erschienen.

Die vollständige Diplomarbeit steht zum Download als pdf zur Verfügung (ca. 22MB). Landschaftsökologisch-vegetationskundliche Vergleichsstudie der Dove und Gose Elbe in Hamburg. stratiotetum aloidis auf der Gose Elbe

Stratiotetum aloidis (Rübel 1920) Nowinski 1930 (Foto:M. Haacks)

Scirpo-Phragmitetum an der Dove Elbe

Scirpo-Phragmitetum W. Koch 1926 (Foto:M. Haacks)

In den nachfolgenden Ordinationsdiagrammen sind die Ergebnisse einer indirekten Gradientenanalyse (Detrended Correspondence Analysis, DCA) dargestellt, die von 140 Aufnahmen einer gerechnet wurden. Dabei werden die einzelnen Aufnahmen hinsichtlich ihrer Ähnlichkeit untereinander angeordnet.Deutlich wird der Feuchtigkeitsgradient, der entlang der Abszisse verläuft. Ebenfalls fällt die deutliche Trennung der einzelnen Gesellschaften ins Auge. Der vertikale Gradient spiegelt möglicherweise eine unterschiedliche Nährstoffversorgung des Bodens wider.

Ordinationsdiagramm Dove Elbe

Ordinationsdiagramm Dove Elbe

Ordinationsdiagramm Gose Elbe

Ordinationsdiagramm Gose Elbe

Die Symbole kennzeichnen die Zugehörigkeit zu Assoziationen bzw. Gesellschaftsgruppen:

    weiße Kreise: Wasserpflanzen- und Schwimmblattgesellschaften, schwarze Kreise: Glycerietum maximae und Acoretum calami, weiße Dreiecke: Kleinröhrichtgesellschaften, schwarze Dreiecke: Phragmitetum australis, weiße Rhomben: Phalaridetum arundinaceae und Caricetum gracilis, schwarze Rhomben: Flutrasengesellschaften, weiße Quadrate: Uferstaudengesellschaften, schwarze Quadrate: Auenwälder