Untersuchungen zur Vegetation des Sassendalen auf Spitzbergen

Das untere Sassendalen auf Spitzbergen

Das untere Sassendalen auf Spitzbergen (20.07.00 Foto: M. Haacks)

Im Juli und August 2000 führte vier-köpfige Gruppe der geographischen Institute der Universitäten Basel und Hamburg Untersuchungen zur Vegetation und zum CO2-Haushalt der prägenden Vegetationseinheiten durch.

Das Forschungsvorhaben wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell gefördert und logistisch durch UNIS -The University Courses on Svalbard unterstützt.

Das Untersuchungsgebiet umfasste das Einzugsgebiet des Lusitania-Flusses im unteren Sassendalen mit einer Größe von 104 ha. Es konnten die nachfolgenden Vegetationseinheiten (inkl. Pflanzengesellschaften) nachgewiesen werden. Weiterhin wurden 62 höhere Pflanzen nachgewiesen. Die festgestellten Bodentypen waren: Gleysol, Leptosol, Regosol und Cambisol.

Darüber hinaus führte Christoph Wüthrich Messungen zum CO2-Haushalt der flächenmäßig bedeutendsten Gesellschaften durch. Aus der CO2-Bilanz lassen sich Aussagen darüber treffen, inwieweit die einzelnen Pflanzengesellschaften als CO2-Senke bzw. -Emittenten fungieren. Es zeigte sich, dass die Moostundragesellschaft Tomenthypnetum nitens photosynthetisch am aktivsten war, also am meisten CO2 der Atmosphäre entzog.

Zur Bestimmung der für die Vegetation entscheidenden Umweltfaktoren, werden die Vegetationsaufnahmen mit bodenkundlichen Parametern mittels einer Kanonischen Korrespondenz-Analyse multivariat ausgewertet.

Zur Vegetation Nordwestspitzbergens ist die Dissertation von Ingo Möller in der Schriftenreihe der Geographischen Gesellschaft als Band 90 erschienen.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind u.a. in Geo-Öko 22 (2-3) veröffentlicht.

Projektleiter Hamburg: Prof. Dr. D. Thannheiser

Projektleiter Basel: Dr. Christoph Wüthrich